Was ist die 80-20-Regel?
- Katya Hajj

- 15. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Im Einrichtungskontext gib es einige Zahlenregeln: die 80-20-Regel oder auch die 60-30-10-Regel. Aber was bedeuten diese Regeln und wie kannst du sie in deinem Zuhause anwenden?

Hinter der 80-20-Regel verbirgt sich das Verhältnis zwischen geschlossenem - ca. 80 % und offenem Stauraum - ca. 20 %
Der Hintergrund dazu: Natürlich wollen wir alle schön wohnen und unsere Dekoration präsentieren. Doch wenn wir zu wenig geschlossenen Stauraum einplanen, liegen viele Dinge, die sich in einem Haushalt ansammeln, offen herum und erzeugen Unruhe.
Büromaterial, Taschentücher, Unterlagen, Ordner oder die Postablage: alles braucht seinen Platz. Wenn wir diese alltäglichen Dinge ignorieren und nicht bewusst mit einplanen, bekommen wir Probleme beim Aufräumen. Denn es wird nie aufgeräumt wirken und wir suchen jedes einzelne Teil, jedesmal auf Neue. Ein Zeit- und Energiefresser. Dabei sollten wir uns zu Hause doch erholen und Kraft tanken können.
Wenn wir jetzt aber den Großteil des Stauraums hinter verschlossenen Türen aufbewahren - die in Etwa 80% des gesamten Stauraums beanspruchen, wirkt der Raum gleich aufgeräumter und ruhiger.
Die restlichen 20% dürfen offen gestalten sein und können mit schönen Dekorationsartikeln, Tischleuchten oder Bildern in Szene gesetzt werden. Dieses Verhältnis sorgt für einen aufgeräumten Look, der dennoch Lebendigkeit mit sich bringt. Dabei gilt: besser weniger große Geggenstände als viele kleine einzusetzen. Das wirkt gleich hochwertiger und lässt sich leichter abstauben.
Die 80-20-Regel ist also viel mehr ein Richtwert, dass wir deutlich mehr geschlossenen Stauraum als offene Regale einplanen sollten, um uns Zuhause entspannen zu können.
Als zertifizierte Interior Designerin schaue ich mir die Räume meiner Kundinnen und Kunden in Fürstenfeldbruck, Dachau, Starnberg und München ganz genau an. Wie viele Dinge besitzen sie und sind diese gut verstaut? Die Planung von Stauraum ist ein wesentlicher Bestandteil eines Einrichtungskonzepts, das gleichermaßen funktional und ästhetisch ist.
80-20: Verstanden! Und was verbirgt sich hinter der 60-30-10 Regel? Die Antwort: Ein harmonisches Farbkonzept!
Diese Regel umfasst etwas vollkommen anderes als die 80-20-Regel. Bei der 60-30-10-Regel geht es um die Farbgewichtung in einem Raum oder gesamten Zuhause. Um ein harmonisches Farbkonzept zu entwickeln, das einerseits einen roten Faden bei der Gestaltung darstellt und andererseits das Auge nicht überfordert, folge ich als Interior Designerin meist dieser Regel.
Dabei unterscheiden wir zwischen drei Farbkategorien:
Hauptfarbe
Nebenfarbe
Akzentfarbe
Ein Beispiel für eine komplementäre Farbharmonie:
60% der Gesamtfläche entspricht der Hauptfarbe - sie bildet das Grundgrüst im Raum und umfasst oft die größten Flächen wie Wände, Decke, Boden. Diese Farbe sollte einer neutralen Grundfarbe nachkommen - beispielsweise Grau, Beige oder Greige.
Räume mit einem Holzboden könnten beispielsweise mit einem hellem Greige gestrichen werden - ist der Ton hell genug und eine gute Lichtausbeute durch Tageslicht gewährleistet, kann die Decke im gleichen Ton gestaltet werden. Das wirkt besonders hochwertig. Dazu könnte ein Teppich in einem ähnlich hellen Taupeton ausgwählt werden. So haben wir einen Kontrast zwischen Boden und Teppich geschaffen.
30% der Fläche wird in einer Nebenfarbe gestaltet - zum Beispiel ein schönes maritimes Blau. Damit das nicht eintönig wirkt, wird diese Farbe in verschiedenen Sättigungen eingesetzt. Zum Beispiel Aqua, Navy, Jeansblau usw. So könnte beispielsweise ein graublaues Sofa auf dem beigen Teppich stehen, davor ein Couchtisch in natürlicher Eiche. Es könnte eine Tapete geben, die einige Blautöne auffängt, einen Lampenschirm, Kissenbezüge.
10% für die Akzentfarbe - der Farbtupfer im Raum bringt Tiefe und Stimmung. Besonders interessant wirkt die Gestaltung, in dem eine Akzentfarbe ausgewählt wird. Ich stelle hier eine komplementäre Farbharmonie vor, deshalb wähle ich eine Farbe, die gegenüber von Blau im Farbkreis liegt. In diesem Fall Orange. Diese Akzentfarbe eigenet sich beispielsweise für eine Vase, ein Farbbereich im Leinwandbild oder im Muster der Tapete oder im Kissen, als Kerzen usw. Auch hier gilt: verschiedenen Sättigungen machen die Gestaltung erst interessant.
Für einige Menschen wird diese Farbharmonie zu bunt. Dazu gibt es weitere Farbharmonien - die wichtigsten kurz zusammengefasst:
Monochromatisch - besteht nur aus einer Farbe in verschiedenen Sättigungen
Analalog - diese Farben liegen direkt nebeneinander im Farbkreis
Triadisch - 3 Farben, die im Farbkreis gleich weit weg voneinander liegen - wie eine Triangel
Der Farbpaletten-Generator von Adobe bietet verschiedene Farbkombinationen mithilfe von auswählbaren Farbharmonien an. Dieses Tool verwende ich selbst gerne.
So, nun kennst du die 80-20- sowie die 60-30-10-Regel im Interior Design und kannst sie für dein Zuhause anwenden. Natürlich gilt immer: erlaubt ist, was gefällt. Den Taschenrechner kannst du also mit deinem Bauchgefühl tauschen ☺️
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Die Belege deuten darauf hin, dass die Erzähllogik einer genauen Prüfung standhält. Die Schlussfolgerungen überholen nicht die zugrunde liegende Forschung. Die Website liefert detailliertere kontextuelle Informationen zum Problem. Skalierbarkeits-Indikatoren basieren auf Nutzungsmustern digitaler Infrastruktur.